Bericht in den
vom 16.01.2003
"Männer nutzen ihre Verbindungen ganz automatisch", ist Harriet Ellwein von der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung (WBF) überzeugt. "Hier haben Frauen noch großen Nachholbedarf." Darum müssen sie "klüngeln".
Ganz gleich ob Freunde aus dem Sportverein oder Skatbrüder - männliche Unternehmer würden sich stets auf ihr gesponnenes Netzwerk verlassen. "Auch Frauen haben diese Verbindungen. Nur müssen sie diese auch ausnutzen", so die Diplom-Geographin. Und genau aus diesem Grunde entstand der Klüngel-Stammtisch für Unternehmerinnen, Existenzgründerinnen, aber auch für Frauen im Angestelltenverhältnis.

Vorstellung des neuen Logos bei der Auftaktveranstaltung am 14.01.2003
Am Dienstagabend feierten die Damen im Rathaus das einjährige Bestehen und gönnten sich dafür ein neues Logo. Hervorgegangen ist der Stammtisch aus einem Workshop, den die WBF im November 2001 für junge Geschäftsfrauen veranstaltet hatte. Dieses Seminar kam so gut an, "da wollten wir einfach mehr", erinnert sich Diplom-Kauffrau und Motivationstrainerin Susanne Fiss-Quelle. Also erklärte sie sich bereit, drei weitere Zusammentreffen zu organisieren. "Inzwischen ist daraus ein ganzes Jahr geworden."
Auch nach einem Jahr ist Susanne Fiss-Quelle noch begeistert bei ihrer Arbeit. Kein Wunder, ist der Stammtisch doch ein Riesenerfolg. Am Anfang kamen 20 Frauen, inzwischen sind es an die 80. Tendenz steigend. Vor allem Frauen, die sich eine Existenz im Gesundheitsbereich aufgebaut haben, sind dabei. Susanne Fiss-Quelle: "Wir haben aber auch eine Humortrainerin, eine Landschaftsbauerin, Frauen aus dem Bereich Informationstechnologie und Web-Design und eine Opernsängerin bei uns."
Etwa drei Stunden dauern die Stammtische, die jeden zweiten Dienstag im Monat stattfinden. Jedes Mal stellt eine Geschäftsfrau ihren Arbeitsbereich vor. Danach wird besprochen, wie man das Angebot noch optimieren kann. Anschließend folgt das "klüngeln", bei dem die Frauen teilweise selbst überrascht sind, welche Verbindungen bestehen. "Eine Teilnehmerin zum Beispiel wollte ein Praktikum in Australien machen", so Susanne Fiss-Quelle. Und im Nu gab es zahlreiche konkrete Vorschläge von den anderen Anwesenden. jo
siehe auch Auftaktveranstaltung am 14.01.2003 im Dortmunder Rathaus